Selbstliebe – zu mir stehen

Ich liebe es mit Freunden zusammen zu sein, zusammen zu kochen, zu essen, zu ratschen. Das tut mir gut, und das macht mir Spaß.

So wie gestern Abend.

Und gleichzeitig bin ich normalerweise irgendwann ab 23 Uhr müde und möchte einfach nur in mein Bett. Früher habe ich es ausgehalten, wenn alle anderen sitzen geblieben sind.

„Wenigstens noch ein bisschen“, habe ich mir dann oft selbst gesagt, „Es geht schon noch“, und: „Die anderen könnten ja denken, es gefällt mir nicht, als möchte ich nicht mit ihnen zusammen sein“.

Das denke ich auch heute noch bzw. beobachte mich dabei, wie ich diese Sätze denke.

Und dann stehe ich auf, sage, dass ich müde bin und jetzt nach Hause gehe, es ein schöner Abend war und ich mich sehr gefreut habe.

Ich verteidige mich nicht, noch erkäre ich mich groß.

Ich bin einfach keine Nachteule mehr. Und dazu stehe ich.

Und auch wenn es sich noch nicht ganz „rund“ anfühlt und ich immer noch den ein oder anderen schrägen Satz denke: Es ist der richtige Weg.

Ich stehe zu mir und meinen Bedürfnissen.

Weil ich es mir wert bin.