Selbstliebe – Vertrauen ins Leben

Panik und Vertrauen

Eine kleine Geschichte dazu:

Gestern habe ich mal wieder lecker Sushi gegessen. Dazu mag ich Ingwer, Sojasauce und unbedingt Wasabi, diese grell-grüne Paste, die dem Essen eine gute Würze verleiht.

Dabei passiert es mir immer wieder, dass ich davon zu viel nehme, und dann beim Essen meine es nicht zu überleben. Kennt ihr das? Dieser Moment, wenn man meint, keine Luft mehr zu bekommen und man nicht weiß, was man mit der heftigen Schärfe machen soll, die einem in den Kopf steigt. Booohm!

Doch dann vergeht es auch wieder. Das Ganze dauert nur ein paar Sekunden, und trotzdem versetzt es mich jedes Mal wieder in eine kleine Art von Panik, nach dem Motto: „Hilfe, Hilfe, was kann ich tun, es ist zu krass, ich halte es nicht aus?!“

Und irgendwie ist das wie im richtigen Leben.

Da gibt es auch Momente, in denen ich meine es nicht zu überleben. Und immer wieder er-leben darf: es geht vorbei, das Leben geht weiter.

Schlaue Forscher haben übrigens herausgefunden, dass sich Gefühle alle paar Sekunden ändern. Oder waren es Minuten? Egal. Sie ändern sich.

Und deshalb esse ich weiter Wasabi, denn ich mag diese scharfe Würze.

Und wahrscheinlich auch deshalb mag ich es, wild und gefährlich zu leben.

Auch wenn es manchmal weh tut.

Selbstliebe – zu mir stehen

Ich liebe es mit Freunden zusammen zu sein, zusammen zu kochen, zu essen, zu ratschen. Das tut mir gut, und das macht mir Spaß.

So wie gestern Abend.

Und gleichzeitig bin ich normalerweise irgendwann ab 23 Uhr müde und möchte einfach nur in mein Bett. Früher habe ich es ausgehalten, wenn alle anderen sitzen geblieben sind.

„Wenigstens noch ein bisschen“, habe ich mir dann oft selbst gesagt, „Es geht schon noch“, und: „Die anderen könnten ja denken, es gefällt mir nicht, als möchte ich nicht mit ihnen zusammen sein“.

Das denke ich auch heute noch bzw. beobachte mich dabei, wie ich diese Sätze denke.

Und dann stehe ich auf, sage, dass ich müde bin und jetzt nach Hause gehe, es ein schöner Abend war und ich mich sehr gefreut habe.

Ich verteidige mich nicht, noch erkäre ich mich groß.

Ich bin einfach keine Nachteule mehr. Und dazu stehe ich.

Und auch wenn es sich noch nicht ganz „rund“ anfühlt und ich immer noch den ein oder anderen schrägen Satz denke: Es ist der richtige Weg.

Ich stehe zu mir und meinen Bedürfnissen.

Weil ich es mir wert bin.

Selbstliebe – meditieren

Das Gleiche, das ich zum Thema Yoga gesagt habe, sage ich auch zum Thema Meditieren: Es tut mir einfach gut.

Ich mache genauso gerne geführte Meditationen wie ich mich auch einfach zehn Minuten hinsetze und in meinen Körper (und meinen Geist) hineinlausche.

Bei den geführten Meditationen – im Moment höre ich gerne Veit Lindau – tauche ich oft völlig ab, und es fühlt sich an wie schlafen, wie ein Powernap. Und  bei den letzten Worten wache ich erholt und entspannt auf und bin fit für den weiteren Tag.

Bei der stillen Meditation werde ich in kürzester Zeit ganz ruhig und oft habe ich sehr interessante Gedanken, Geistesblitze. Das ist so grandios. Ich frage mich dann oft, warum ich auf diesen Gedanken nicht schon vorher gekommen bin. Ja, wahrscheinlich, weil ich einfach zu sehr im Tun, im „Gschafteln“ (wie man in Bayern sagt) war, und mein Unterbewusstsein gar keine Chance hatte, mir diesen Gedanken zukommen zu lassen.

Kennt ihr das, geht es euch auch so? Habt ihr geführte Meditationen, die ihr mir empfehlen mögt?

Selbstliebe – Yoga

Es ist jetzt gut 19 Jahre her, dass ich meinen ersten Yoga-Kurs besucht habe.

Und wenn mich jemand fragt, warum ich dabei geblieben bin und immer noch Yoga mache, habe ich eine ganz einfache Antwort:  Es tut mir gut.

Jedes Mal wieder.

Es gibt Phasen, in denen mache ich jeden Tag Yoga. Und dann gibt es solche, in denen ich es nur ein Mal im Monat schaffe. Leider.

Weil ich nämlich eines weiß: Wenn ich am Ende einer Yoga-Session bin, egal ob zuhause oder im Studio, geht es mir IMMER besser als davor.

Also ein guter Grund, gleich mal meine Sachen zu packen und mich auf die Matte zu begeben. Auf geht’s.

Geht es euch auch so? Welche Dinge tun euch IMMER gut?

Selbstliebe – sagen, was ich an mir mag

Habt ihr euch schon einmal Gedanken gemacht, was ihr an euch mögt, vielleicht sogar richtig gut findet, was ihr gut macht, was euch, in euren Augen, besonders macht?

Findet ihr es peinlich jemand diese Dinge zu erzählen, weil ihr nicht großkotzig rüberkommen möchtet, sondern lieber bescheiden?

So geht es mir jedenfalls, und ich habe mitbekommen, dass ich damit nicht alleine bin.

Kann uns jemand anderes lieben, wenn wir uns klein machen, uns selbst nicht mögen?

Ich denke nicht, jedenfalls nicht auf Dauer.

Und klar kennen wir alle diese Menschen, die sich als den Mittelpunkt des Universums begreifen und meinen die Einzigen auf dieser Welt zu sein, die wissen, wie es geht. Oder die Schönsten sind. Nein, darum geht es mir nicht. Es geht darum, seine Schwächen UND Stärken zu kennen. Und zu ihnen zu stehen.

Ich durfte gestern eine wundervolle Übung machen, bei der es darum ging, einer anderen Person zu erzählen, was man an sich mag, gut kann, vielleicht sogar liebt.

Das war gar nicht so einfach, und hat doch verdammt gut getan. Ich kann sehr empfehlen es mal auszuprobieren, und wenn es zu schwer ist es jemanden zu erzählen, es einfach für sich selbst aufzuschreiben.

Nehmen wir uns dafür die Zeit, oder warten wir, dass wir diese Dinge von jemand anderen gesagt bekommen?

Was macht ihr?

Selbstliebe – andere Frauen

Frauenenergie tanken

Letzten Sonntag durfte ich mich mal wieder einen Abend lang nur mit Frauen austauschen. Von denen kannte ich zwar nur eine einzige, und das auch nur ein bisschen. Völlig egal.

Und es hat mich mal wieder fasziniert, wie sich innerhalb von ganz kurzer Zeit eine Vertrautheit und Verbundenheit eingestellt hat – großartig! Das tat mir einfach nur gut.
Daher freue ich mich auch sehr auf meinen heutigen Frauenabend und bin gespannt, wie den Teilnehmerinnen meine vorbereiteten Ideen gefallen werden.

Vorfreude!!! Auf Frauenpower.

Mädels, kennt ihr das?

Und wie geht es den Männern, wenn sie ganz unter sich sind? Denkt ihr, das ist anders?

Selbstliebe – sich schön machen

Mich „schön machen“, für mich selbst

„Ach nee, es gibt wirklich Wichtigeres“. „Alles nur Äußerlichkeiten“. „Auf die inneren Werte kommt es an“. So klingt es in meinem Kopf, wenn ich schreibe „sich schön machen“.

Und dann gibt es da auch „Aber, Kleider machen Leute“. „Der erste Eindruck ist wichtig“. „Wer möchte ich denn nach außen sein?“.

Verwirrung.

Aber mal echt: Ist es wirklich egal, wie ich aussehe, was ich anhabe? Für mich und mein Wohlbefinden macht es oft den entscheidenden Unterschied.

Wenn ich mich so richtig mies fühle (oder auch nur ein bisschen mies) und mich dann aufraffen kann, mich trotz allem schön zu machen, für mich ganz alleine, dann geht es mir meist schon ein ganzes Stück besser.

Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert.

Oder, wie seht ihr das, was ist eure Meinung dazu?

Selbstliebe – Tanzen

Tanzen, einfach für mich allein

Heute Morgen bin ich traurig aufgewacht und wusste eigentlich auch, was mir helfen würde, mich erst mal besser zu fühlen, aus dem Gedankenkarusell auszusteigen, das mir nicht gut tut.

Tanzen!

Es gibt ein paar Songs, da weiß ich, dass ich gut darauf tanzen kann, und dass es mir besser geht, wenn ich es TUE.

Dann verging zwar doch noch einige Zeit, aber irgendwann hab ich es dann wirklich getan: ich habe GETANZT.

Für mich allein, Musik so laut wie möglich, und ab ging’s.

Ich hüpfe, springe, flippe rum, und meist reichen zwei Songs völlig aus.

Aber TUN muss ich es eben. Das Wissen alleine bewirkt, wie immer, noch gar nichts.

Aber weil es dann so schön war und gut getan hat, habe ich das Ganze am Nachmittag gleich noch mal wiederholt. Vorsorglich.

Meine Songs heute waren:

„Die perfekte Welle“

und

„I Gotta Feeling“

Auf was tanzt ihr denn gerne ab und bekommt bessere Laune? Ich freue mich über weitere Anregungen.

Selbstliebe – Lesen

Einfach mal Lesen.

Nehmt ihr euch dafür Zeit?

Bei mir muss irgendwie immer erst alles andere erledigt sein, bis ich mir eine Runde Lesen gönne. Und dann ist es meistens auch irgend etwas „Sinnvolles“, etwas, bei dem ich etwas lerne, meinen Horizont erweitere.

Gleichzeitig weiß ich, dass es mir total gut tut, einen Roman zu lesen, einfach so, ohne irgendetwas zu MÜSSEN. Da kann ich so richtig abtauchen, eintauchen in die Geschichte, da macht es mir auch nichts aus, lange an einer Bushaltestelle zu warten. Das genieße ich dann sogar fast schon.

Hier heißt es dann für mich wieder: einfach TUN!!

Dinge tun, die mir gut tun. Einfach einplanen, auf meine „To-do-Liste“ setzen.

Ja, so etwas mach‘ ich tatsächlich.

Weil ich es mir wert bin. Ja. Auch wenn es mir schwer fällt. Ich glaube, auch das ist Selbstliebe, oder?

Gerade lese ich den Erfahrungsbericht eines jungen Mannes, der in zwei Jahren auf fünf Kontinenten gearbeitet hat. Und er schreibt wirklich sehr unterhaltsam, so dass es eine Mischung ist aus „Pflichtlektüre“ und Spaß, denn mein Ziel ist es ja auch bald irgendwo im Ausland zu jobben. Aber dazu an anderer Stelle vielleicht mehr.